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http://www.projekt-gesund-leben.de/2014/01/chia-samen-und-leinsamen-im-vergleich/

Wo genau liegt der Unterschied zwischen Chia Samen und Leinsamen?

Chia Samen

Ich beginne mit Chia-Samen, die links auf dem Foto abgebildet sind. Es gibt schwarze und weiße Chia-Samen, wie man auf dem Foto auch erkennen kann, wenn man genau hinguckt.

Chia-Samen enthalten unter anderem wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Proteine, Eisen und Vitamine. Beeindruckend finde ich folgende Fakten: Chia Samen haben doppelt so viel Kalium wie Bananen, drei Mal mehr Eisen als Spinat, fünf Mal so viel Kalzium wie Milch und drei Mal mehr Antioxidantien als Heidelbeeren!

Fügt man den Chia Samen Flüssigkeit hinzu, verändern sie ihre Konsistenz und werden gelartig. Grund dafür ist die äußere schleimbildende Polysaccharidschicht, die auch die Leinsamen haben. Dadurch wird zum Beispiel die Verdauung gefördert und der Blutzuckerspiegel wird reguliert (so wird unter anderem dem Heißhunger auf Süßes vorgebeugt, da dass Sättigungsgefühl lange vorhält – deswegen werden Chia Samen oft auch empfohlen, wenn man abnehmen möchte). Ähnlich wie bei den Goji-Beeren werden Chia Samen aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte als Superfood bzw. „Wundersamen“ sehr in den Himmel gelobt. Ich finde es immer wichtig, das Ganze zu hinterfragen. Wissenschaftliche Beweise für die vielen gesundheitlichen Vorteile der Chia Samen gibt es bisher nämlich noch nicht.

Zubereitung: Im Salat, im Müsli, im selbstgebackenen Brot, als Chia-Pudding, im Müsliriegel, als Chia-Marmelade, im Smoothie oder als Ei-Ersatz für Veganer – Chia Samen sind extrem vielseitig.

Kaufen kann man sie in Bioläden, in Reformhäusern oder online.

 

Leinsamen

Leinsamen sind auf dem Foto rechts zu sehen. Sie sind – je nach Sorte – braun oder gelb bzw. gold und werden, wie Chia-Samen auch, schon seit tausenden von Jahren angebaut. Im Gegensatz zu den Chia-Samen sitzt die Schleimschicht, die Polysaccharidschicht, nicht außen auf den Samen, sondern in den Samenschalen. Deshalb wirken geschrotete Leinsamen stärker, als ungeschrotete. Geschrotete Leinsamen halten allerdings nur für eine kurze Zeit, denn beim Mahlen werden Fettsäuren frei gesetzt, die sich schnell zersetzen und ranzig werden. Im Darm wirken Leinsamen als Quellmittel, denn sie binden dort Wasser und quellen auf. So vergrößert sich das Volumen des Darminhaltes, was die Verdauung dann anregt. Leinsamen werden daher schon lange als pflanzliches Mittel bei Verstopfungen eingesetzt. Wichtig ist dabei aber, dass die Leinsamen geschrotet sind, denn ganze Leinsamen passieren den Magen-Darm-Trakt oft in unveränderter Form.

Zubereitung: Leinsamen dienen als Topping für Salate, als Zutat im Müsli, im selbstgebackenen Brot oder als Ei-Ersatz für Veganer.

 

Aber welche Samen sind nun gesünder?

Dr. Weil ist ein in den USA sehr bekannter Mediziner, der mehrere Bücher zum Thema Gesundheit veröffentlicht hat. Laut Dr. Weil sind Chia Samen gesünder als Leinsamen. Folgende gesundheitliche Vorteile der Chia Samen gegenüber Leinsamen hat er aufgelistet:

  • Der größte Vorteil und Unterschied von Chia Samen gegenüber Leinsamen: Leinsamen müssen gemahlen werden, damit unser Körper die guten Nährstoffe verwerten kann – deshalb gibt es gemahlene Leinsamen oftmals auch schon fertig zu kaufen. Chia Samen hingegen müssen nicht gemahlen werden.
  • Chia Samen sind reicher an Antioxidantien als Leinsamen – deshalb sind Chia Samen länger haltbar als Leinsamen, ohne ranzig zu werden.
  • Chia Samen enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren als Leinsamen.

Fazit

Allein aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sind Chia-Samen gesünder als Leinsamen. Auch die Tatsache, dass Chia-Samen nicht wie Leinsamen gemahlen werden müssen, damit wir alle Nährstoffe aufnehmen können, ist ein Pluspunkt. Für mich ist insbesondere die Quellfähigkeit der Chia-Samen ein entscheidender Vorteil, denn daraus lassen sich tolle Gerichte wie Chia-Pudding oder Chia-Marmelade zubereiten, was mit Leinsamen nicht möglich ist.