Verwendbare Anteile der Pflanze
Blätter (April - Mai)
Zwiebelknolle (Herbstmonate)

 

Bärlauch, auch Waldknoblauch genannt, ist eines der unzähligen Kräuter, die frei in unserer Umgebung wachsen. Der typische Geruch wird durch ein schwefelhaltiges, ätherisches Öl verbreitet. Diesen Duft nimmt man in den Frühlingsmonaten von März bis April wahr, wenn man sich an Waldlichtungen bewegt. Seine vielfältige Art in der Küche lässt einige einen Extraspaziergang machen. Salate, Suppen, Quark, Brote oder die beliebte Bärlauchbutter erfreut die Kenner und Liebhaber. Man kann ihn einfrieren oder trocknen, jedoch gehen dabei Geschmack und Intensität des Krautes verloren. Somit ist der frische Verzehr immer noch das beste zum genießen.

 

Bärlauch, die Heilpflanze

Nicht nur in der Küche ist Bärlauch ein Allround-Wunder. In der Heilkunst etablierte sich die Pflanze ebenso vielfältig. Die Germanen sprachen dem Kraut „Bär-enkräfte“ nach und zogen es dem Knoblauch vor, da es ähnliche Wirkungen aufweist.

Bärlauch hat eine natürliche antibiotische Wirkung, welches Pilze abtöten kann. Es hilft gegen Magen-Darmprobleme (Einsatz gegen Darmparasiten), Verdauungsprobleme und Blähungen. Haben Sie eine antibiotische Kur durchmachen müssen, dient Bärlauch wunderbar der Regenerierung Ihrer Darmflora. Diese Heilpflanze senkt den Cholesterinspiegel und regt den Appetit an. Es hat eine anregende Wirkung auf die Harnbildung, ist hilfreich für Leber- und Gallenfunktion und wirkt blutdrucksenkend. Es bietet Schutz vor Arterienverkalkungen und reguliert den Fettstoffwechsel. Es dient auch zur verbesserten Ausscheidung von Sekreten aus den Atemwegen. Akne, Ekzeme und Hautausschläge sollen dem Kraut auch nicht gewachsen sein. Es gibt sogar Annahmen, dass Bärlauch das Sexualverlangen beider Geschlechter anregen soll.

Unschlagbar ist seine entgiftende Wirkung unseres Körpers von Schwermetallen wie beispielsweise Blei.

Gerade in den Frühjahrsmonaten kann man das Wunderkraut gemischt mit Bachkresse, Gundermann, Löwenzahn und Brennnessel als anregende Kur verwenden, damit Ihr Körper wieder leistungsfähiger wird. Damit fahren Sie sicher wieder auf Hochtouren Richtung Sommer.

 

Vorkommen

Bärlauch wächst vorrangig zerstreut, jedoch an bestimmten Stellen wuchernd an humusreichen feuchten, schattigen Auwäldern und Laubwäldern unter Sträuchern, an Bächen oder unter Bäumen. Der Standort weist auf kalkhaltige, feuchte Böden hin. Vorzufinden ist die nährstoffreiche Pflanze in Ahorn-, Eschen-, Eichen- oder Ulmenmischwäldern. Am häufigsten tritt Bärlauch in Bärlauch-Buchenwäldern auf. Im Frühjahr bedecken die Bärlauchblätter den gesamten Waldboden. Im Süden ist die Pflanze häufiger vorzufinden, immer weiter nördlich immer seltener, sodass die Pflanze dort sogar unter Naturschutz steht, da sie an den Stellen vom Aussterben bedroht ist. Auch in Osttirol gilt die Pflanze als gefährdet.



Inhaltsstoffe

Aliin

Adenosin

Vitamin A

reichlich Vitamin C

ätherische Öle (z.B. Lauchöl)

hohe Konzentration an Mineralsalzen

Schleimstoffe

ätherische Öle

Eisen

Selen

Mangan

Magnesium