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Kategorie: Monsanto


12.April 2016: Die Bundesregierung knickt vor Monsanto ein und stimmt der Neuzulassung von Glyphosat zu!

 

Monsanto angeklagt in Den Haag:

 Am 12.Oktober 2016 beginnt beim Internationalen Gerichtshof der Prozess gegen Monsanto. Anklagepunkt: "Verbrechen gegen die Menschlichkeit"

 

Planen die USA eine Landwirtschafts-Diktatur?

Liberias ehemaliger Diktator Charles Taylor, der serbische Kriegsverbrecher Slobodan Milošević, der kongolesische Rebellenführer Thomas Lubanga – sie alle landeten vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

Hier werden die schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhandelt, die Angeklagten zu jahrzehntelangen Haftstrafen verurteilt. Doch jetzt steht erstmals keine Person vor dem Gerichtshof, sondern ein amerikanisches Unternehmen. Der Name: Monsanto. Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Umwelt – so lautet die Anklage gegen den größten Agrochemie-Konzern der Welt. Aber was genau macht Monsanto zu einem kriminellen Big Player?

Amerikas Mega-Konzern ist der Marktführer bei der Herstellung von genmanipuliertem Saatgut. Das Problem: Niemand weiß, wie gefährlich die neue Genmanipulation in den USA wirklich ist. Fast alle Studien zu Gesundheits- und Umweltschäden werden von Monsanto selbst finanziert, nur fünf Prozent der Wissenschaftler sind unabhängig. Einer von ihnen ist Árpád Pusztai. „Ich würde gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht essen“, erklärt der Biochemiker nach Versuchen mit Ratten, deren Körper nach der Fütterung mit Gen-Nahrung 36 verschiedene Veränderungen nachwiesen, unter anderem einen vergrößerten Darm und verkleinerte Nieren.

 

Glyphosat
Glyphosat

 

Trotz dieser Nebenwirkungen: In den USA sind mittlerweile bereits bis zu 80 Prozent der Lebensmittel mit solcher Gentechnik in Berührung gekommen. Das reicht den von der US-Regierung unterstützten Unternehmen jedoch noch lange nicht. Das Ziel von Monsanto: Auch Europa soll mit Gentech-Gewächsen überzogen werden – obwohl das bei der Bevölkerung auf starke Ablehnung stößt. Über Interessenverbände wie „EuropaBio“ oder die „European Seed Association“ (ESA) versucht Monsanto, die europäische Politik zu beeinflussen. Dabei arbeitet der Konzern eng mit US-Geheimdiensten und der US-Regierung zusammen. So enthüllte die Wistleblower-Plattform WikiLeaks, dass der US-Botschafter in Paris eine Strafliste für EU-Staaten plante, die gegen den Anbau von Gentech-Samen waren. Heute ist Monsanto eine der treibenden Kräfte hinter dem Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU. „Seit den 80er-Jahren hat Monsanto daran gearbeitet, Gesetze durchzusetzen, die Saatgut zu seinem Eigentum zu machen“, sagt die berühmte Friedensforscherin Vandana Shiva. „Dadurch wird ein Landwirt, der sein eigenes Saatgut nutzt, kriminalisiert.“ Kauft ein Bauer das Saatgut von Monsanto, ist er für immer von dem Konzern abhängig. Grund: Laut Lizenzvertrag darf er das, was er erntet, nicht neu aussäen. Stattdessen muss er immer wieder Saatgut bei Monsanto kaufen. Wer trotzdem einen Teil seiner Ernte als Saatgut verwendet, wird von Monsantos Anwaltsarmee finanziell vernichtet. So festigt de US-Konzern seine Macht um den gesamten Globus – denn Nahrungsmittel braucht jeder.

 

Der Prozess in Den Haag soll ab dem 12. Oktober 2016 stattfinden.

 

Monsanto

Monsantos Produkt "Round Up" mit dem Inhaltsstoff Glyphosat, steht im Verdacht Krebs zu erregen.

 

Textquelle: Planen die USA eine Landwirtschafts-Diktatur?, in: Die größten Lügen über gesundes Essen, Welt der Wunder 3/16, S. 38, 2016.